Tipps für die Kfz-Versicherung nach eidesstattlicher Versicherung

Geschrieben am Donnerstag, 16 November 2017. Kategorie : Ratgeber Bewertung

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Wenn wirklich nichts mehr zu holen ist, bleibt manchmal nur noch der Weg zum Gerichtsvollzieher, um eine eidesstattliche Versicherung abzugeben. Tipps für die Kfz-Versicherung nach eidesstattlicher Versicherung

Hat die Abgabe der eidesstattlichen Versicherung Auswirkungen auf die Kfz-Versicherung?

Eine eidesstattliche Versicherung ist für viele Schuldner ein Schreckgespenst. Mit dieser Art der Erklärung gibt ein Schuldner offen zu, dass er nicht mehr in der Lage ist, seine Schulden zu bezahlen. Durch diesen Offenbarungseid, wie die eidesstattliche Versicherung auch heißt, den der Schuldner vor einem Gericht oder einem Gerichtsvollzieher abgibt, erklärt er seinen bankrott. Diese Erklärung hat auch Auswirkungen auf andere Lebensbereiche. Der Schuldner bekommt keinen Kredit. Der Abschluss eines Handyvertrages ist nahezu unmöglich und auch bei einer Kfz-Versicherung kann es damit zu Schwierigkeiten kommen.

Die Kfz-Versicherung ist eine Pflichtversicherung – vom Gesetzgeber vorgeschrieben

Die Kfz-Haftpflichtversicherung zahlt den Schaden am gegnerischen Fahrzeug, wenn der Versicherungsnehmer einen Unfall verschuldet.

Normalerweise spielt die Schufa-Auskunft bei einer Kfz-Versicherung nur eine untergeordnete Rolle. In vielen Fällen gewährt der Versicherer Versicherungsschutz trotz eines negativen Schufa-Eintrages. Im Fall einer eidesstattlichen Versicherung und der meist damit einhergehenden Privatinsolvenz sieht das etwas anders aus. Kann der Schuldner bei der Versicherung glaubhaft darlegen, dass die Erklärung schon einige Zeit zurückliegt und er seine finanzielle Situation wieder im Griff hat, stehen die Chancen auf den erwünschten Versicherungsschutz gut. In diesem Fall kann es sich dennoch lohnen, einen Vergleichsrechner für Versicherungen zurate zu ziehen. Dabei wird dann auch deutlich, wie unterschiedlich die einzelnen Versicherer mit dem Thema Kfz-Versicherung ohne Schufa umgehen. Dabei können sich sowohl die Jahresbeiträge wie auch der Versicherungsumfang stark unterscheiden. Die eidesstattliche Versicherung sollte jedoch nicht dazu führen, dass der Versicherungsnehmer vergleichsweise viel Geld für den Versicherungsschutz bezahlt.

Wann stehen die Chancen schlecht?

Wer gerade erst seine eidesstattliche Versicherung abgegeben hat, hat schlechte Chancen auf eine Kfz-Versicherung. Meist ist es so, dass die Gläubiger bei Abgabe der Erklärung über Vermögen und Schulden nach Vermögenswerten suchen, die sich veräußern lassen oder dazu geeignet sind, einen Teil der Schulden zu begleichen. Falls es aus beruflichen Gründen nicht unbedingt notwendig ist, dass der Schuldner ein Auto hat, kommt es meist zum Verkauf oder zur Versteigerung. Das heißt, es ist zu diesem Zeitpunkt meist gar kein Fahrzeug zum Versichern da. Ist das Auto unbedingt notwendig, um den Lebensunterhalt zu verdienen und die Schulden zu tilgen, braucht der Schuldner natürlich eine Kfz-Versicherung. Allerdings erfolgt die Einstufung anders als bei anderen Kunden. Dem Versicherungsnehmer steht nur der Basistarif offen, der lediglich die Leistungen abdeckt, die der Gesetzgeber fordert: eine Kfz-Haftpflichtversicherung mit eingeschränkter Deckungssumme im Schadensfall. Was unbedingt Bestandteil des Versicherungsvertrages sein sollte, erklärt der Artikel „Darauf kommt es bei der Kfz-Versicherung wirklich an“.

Teil- und Vollkasko-Versicherung trotz eidesstattlicher Versicherung

Teil- und Vollkasko-Versicherungen sind freiwillige Versicherungen mit einem umfangreicheren Versicherungsschutz und natürlich mit höheren Prämien. Das Versicherungsmagazin erklärt,  was eine Kaskoversicherung genau ist. Wünscht der Versicherungsnehmer einen solchen Tarif, sollte er den Versicherer darauf ansprechen. Versicherer gewähren in diesem speziellen Fall nur selten eine Kasko-Versicherung, aber es ist nicht von vornherein ausgeschlossen. Das gilt insbesondere dann, wenn die Abgabe der Erklärung schon einige Zeit zurückliegt.

Eine Kaution kann die Chancen erhöhen

Um den Versicherer von der Zahlungsfähigkeit zu überzeugen, kann der Versicherungsnehmer eine Kaution hinterlegen. Dabei zahlt der Versicherer die Kaution zurück, wenn es nach Ablauf eines Jahres oder einem anderen zuvor festgelegten Zeitpunkt zu keinen Zahlungsschwierigkeiten gekommen ist. Kommt es zu Schwierigkeiten, hat der Versicherer die Kaution, um seine finanziellen Forderungen abzudecken. Ein offenes und ehrliches Gespräch kann häufig Türen öffnen und Lösungen möglich machen, die normalerweise nicht üblich sind. Ein Anrecht auf diese Regelung besteht allerdings nicht.

Pixabay @ derneuemann (CCO public domain)

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